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Mittwoch, 4. Juli 2012

Sick Feelings - Kurzgeschichte

Hier habe ich nun endlich für euch, die schon vor einiger Zeit angekündigte Kurzgeschichte. Viel Spaß und ich hoffe ich bekomme Kritik und Rezessionen ;)

Sick Feelings
Oh Gott. Das war's. Jetzt ist mein Leben vorbei. Ich werde sterben. Hier jetzt und sofort. Auf der Stelle.
Ich kriege keine Luft mehr, mir ist schlecht. Alles in mir kribbelt und kitzelt. Es juckt mich überall, an meinem ganzen Körper. Ich habe das Gefühl zu schwanken, habe das Gefühl, dass meine Beine mich nicht mehr halten. Ich will mich setzen, aber ich kann nicht, denn dann müsste ich gehen. Ich will jedoch genau hier bleiben, hier, wo ich gerade stehe. Obwohl ich mich quäle, genieße ich es auch.
Jenny sieht mich geschockt an. Ich muss schrecklich aussehen. Wie eine weiße Wand. Plötzlich drehen sich all meine Gedanken nur noch darum, wie ich aussehe. Ist mein Make-up verlaufen? Sitzen meine Haare? Habe ich Flecken auf meiner Kleidung? Stinke ich? Ich hatte noch nie das Gefühl, so nah bei ihm zu sein. Er steht direkt neben mir. Ich müsste nur den Kopf drehen, dann wäre mein Gesicht keinen cm mehr von ihm entfernt. Ich hasse ihn dafür, dass er mir das antut, aber auch liebe ich ihn umso mehr. Am liebsten würde ich mich auf ihn stürzen. Aber ich kann nicht. Er kennt mich nicht und ich kenne ihn nicht. Wir haben noch nie ein einziges Wort gewechselt. Dennoch liebe ich ihn wie ich noch nie jemanden geliebt habe. Ich will mit ihm reden, ihn umarmen, ihn küssen. Ich muss ihn ansprechen, aber ich traue mich nicht.
Die Schulglocke rettet und tötet mich gleichzeitig. Er verschwindet mit seinen Freunden. Ich stehe noch da, schaue ihm nach. Die Sonne wärmt mich, eigentlich müsste es ein schönes Gefühl sein, aber ich kann es nicht genießen. Er ist weg, das Theater in mir ist vorbei, ich bin erlöst und dennoch weint mein Herz.

Neulich Abend beim Blick aus dem Badezimmerfenster :) (unbearbeitet)

♥ Janine

Mittwoch, 1. Februar 2012

Breaking Down - just a little text..

Hallo Leute,
heute gab es bei uns Zeugnisse und ich muss ehrlich sagen, dass ich einen Schnitt von 3,3 habe. Ich habe es zwar schlechter erwartet, aber zufrieden bin ich damit überhaupt nicht (und meine Eltern erst recht nicht -.-")


Heute müsst ihr euch nur mit einen kleinen, etwas ältererm Text für euch mit dem Titel 'Breaking Down' zufriedengeben. Ich würde mich über Feedbacks freuen :)


Es ist schon verrückt, wie die Welt um einen einem erscheinen kann. Als würde sie Zusammenbrechen. Als könnte sie auf ihrer riesigen Säule nicht mehr stehen, würde hinunterfallen und auf dem harten Boden der Gerechtigkeit wie Glas zerbrechen. In tausend Teilchen zersplittern, die glänzend in der Sonne liegen bleiben. Die Menschen, die man liebt, die man nie verlieren wollte, sterben, und du kannst nichts anderes tun, als ihnen dabei zu zu sehen, wie sie, von den Splittern der Erde verletzt, in deinen Armen sterben. Manche sind sofort tot, andere sterben nach längerer Zeit. Man trauert um sie, obwohl es für diese Menschen nichts mehr zu trauern gibt. In meinen Augen haben sie versagt, sie hätten um ihr Leben kämpfen können, doch offenbar wollten sie lieber sterben. Meine Eltern, mein Bruder, meine Schwester, mein Freund, meine besten Freundinnen, alle die mir je etwas bedeutet haben, sind gestorben. Für mich. Es gibt keinen Grund, warum ich sie jemals wieder in meinem Leben haben wollte. Und nun sitze ich da, auf den harten Glasscherben und weine, denn ich bin der einzige Mensch, der in meiner Welt noch existiert... 



Und damit der Post nicht so leer ist, noch ein kleines Bild für euch ;)



♥ Janine

Samstag, 3. Dezember 2011

Eine kleine Geschichte für euch

Hallo ihr Lieben,
heute habe ich mal etwas anderes für auch, da sich dieser Blog ja auch um Lifestyle dreht. Es ist eine Geschichte von mir und meine Abf Sara, die jetzt ihr Einjähriges feiert, da wir sie vor genau einem Jahr geschrieben haben (am 29 November). Okay, es ist vielleicht nicht die glücklichste Geschichte, aber ihr müsst euch einfach mal eine eigene Meinung bilden ;)

Zudem möchte ich euch mitteilen, dass ich mir die Haare schwarz gefärbt habe. Eigentlich sollte es dunkelbraun werden, aber tja, jetzt ist es schwarz. Seht selbst:


Irgendwie ja gar nicht so schlecht. Dann nun zu der Geschichte. Ich bin begeisterte Schreiberin und Leserin und schreibe deshalb gerne und viel. Wenn euch dieses Thema also interessieren würde, dann sagt mir das einfach und ihr kriegt öfters etwas zum Lesen. Bitte gibt mir ein Feedback.

♥ Janine


In jener kalten Dezembernacht ging ich zitternd durch die stark verschneiten Straßen von Salt Lake City. Ich lief schon seit einiger Zeit durch ein Armenviertel der Stadt, nicht etwa, weil ich dort wohnte, sondern, weil ich auf der Suche nach meiner Tochter war. Ich wischte mir winzige Schneeflocken von meiner Brille, durch die ich kaum noch etwas erkennen konnte. Mir liefen eiskalte Tränen über die Wange. Schon seit Tagen suchte die Polizei nach meiner verschwundenen Tochter, doch es gab bisher keinerlei Lebenszeichen von ihr. Die Polizei hatte mir noch zwei Tage gegeben. Wenn die Ermittlungen weiterhin so schlecht liefen, würden sie die Suche einstellen. Niemand konnte sich das Verschwinden der 14- Jährigen erklären.
Ich selbst hatte auch vergebens nach meiner Tochter gesucht. Aber ich spürte, dass ich sie heute finden würde. Ich blickte zur rechten Straßenseite, an der eine Bettlerin, in Lumpen gehüllt, saß. Sie sah mich mit funkelnden Augen an. Einen kurzen Augenblick überlegte ich, ob ich ihr ein paar Münzen geben sollte, aber ich wollte keine Zeit verlieren und wandte meinen Blick ab.
Ich entdeckte eine kleine Seitengasse, in die es mich, aus welchem Grund auch immer, zog. Plötzlich blieb ich wie versteinert stehen. Hatte ich da gerade einen dunklen Schatten an der Hauswand des ehemaligen Plattenladens gesehen? Hatte man vor mich zu überfallen? Vielleicht hatte ich mich ja auch getäuscht, aber ich beschloss, vorsichtig zu sein. Ich lehnte mich an die Wand und horchte in die Nacht. Nichts. Ich wollte gerade erleichtert ausatmen, als ich wenige Meter von mir entfernt den Schnee knirschen hörte. Ich schaute vorsichtig hinter einem grünen, rostigen Müllcontainer hervor, hinter dem ich gestanden hatte. Dort stand eine schwarze Gestalt und blickte sich um. Ich konnte nicht erkennen wer es war, denn meine Brille war schon wieder voller Flocken. Ich konnte nur raten. Es war wahrscheinlich ein Mann, so zwischen 30 und 40 Jahren alt. Er hielt etwas in der Hand, doch es war zu dunkel um zu erkennen, was es war. Ich sah, wie etwas auf den Boden tropfte.
Ich nahm meinen ganzen Mut zusammen und trat aus meinem Versteck hervor. Der Mann erschrak. Er lief los, schubste mich zur Seite, sodass ich mit dem Kopf gegen die Wand prallte, und rannte davon. Ich sah in seine Richtung, doch dort war nur noch ein Schatten, der in Windeseile verschwand. Ich überlegte, ob ich hinterher rennen sollte, doch was dieser Mann dort getan hatte, interessierte mich viel mehr. Ich ließ mich nicht von meinen Kopfschmerzen beirren und ging zu der Stelle, an der er eben noch gestanden hatte. Das fade Laternenlicht, dass eben noch von hinten geschienen hatte, lies mich wissen, was es war. Es waren mehrere kleine rote Tropfen auf dem Boden zu sehen, trotz des starken Schnees. Rot wie, wie Blut. Ich sah mich in der Gasse um, die eine Sackgasse zu sein schien. Es gab nur eine kleine Ecke, hinter der sich wahrscheinlich nichts verbarg. Ich beschloss trotzdem, nach zu sehen.
Langsam und Angsterfüllt ging ich nun darauf zu. Doch dort war nichts. Außer… Ich ging näher heran und schüttelte den Schnee weg, der auf etwas zu liegen schien. Ich erschrak, als mir plötzlich klar wurde, was der Mann dort getrieben hatte. Er hatte jemanden umgebracht. Und bei genauerem hinsehen wurde mir klar, dass es meine Tochter war.